Das Kloster Koudouma

Μονή ΚουδουμάDas Kloster Koudouma befindet sich im Süden der Spitze des Kofinas, inmitten eines Kiefernwaldes und nur wenige Meter vom Meer entfernt. Das Kloster wurde Ende des 19. Jahrhunderts für eine männliche Gemeinde in den Ruinen eines älteren Klosters erbaut, das wegen der Piratenüberfällle verlassen wurde. Das Kloster wurde der Mariä Himmelfahrt gewidmet und hat seine Feier am 15. August, daher strömt hier jedes Jahr eine große Anzahl von Gläubigern zusammen, um die Heilige Maria anzubeten.

Das Kloster Koudouma spielte eine wichtige Rolle während der Besetzungsjahre, da hier flüchtige Partisanen Unterschlupf finden konnten. Die wichtigsten Kostbarkeiten des Klosters sind die bewundernswerte Ikone der Panagia der Deksiokratousa, die Elousa des Kykkos und die Ikone der Ipapantis.

Um zum Kloster Koudouma zu kommen, müssen Sie den Feldweg, der zum Kofina führt, verfolgen und von dort aus führt ein Weg runter in Richtung Süden zum Kloster, der von überraschender Schönheit ist, voll von Fichten und Zypressen.

Der Strand des Klosters Koudouma

Παραλία Μονή ΚουδουμάVereinen Sie Ihren Besuch im Kloster Koudouma mit einer Schwimmeinheit im Wasser des Strandes, der sich direkt vor dem Kloster befindet. Der Strand hat feine, graue Steine und ein sauberes, türkisfarbenes Meer, während sich im Osten des Strandes Höhlen befinden, in denen Sie ein schattiges Plätzchen finden können. Wegen der Nähe zum Kloster ist hier das FKK Baden verboten. Von hier aus können Sie in Richtung Westen laufen, bis Sie nach ungefähr zwanzig Minuten auf den Abbakospilio treffen. Es handelt sich um eine Höhle mit natürlichem Schmuck (Stalagtiten, Stalagmiten). Während der Antike wurde hier in der Höhle die Göttin der Fruchtbarkeit verehrt und in der jüngeren Vergangenheit lebten hier Mönche. Wenn Sie möchten, können Sie von hier aus weiter in Richtung Westen laufen, bis Sie die Höhle des Agios Antonius erreichen.

Die Höhle des Agios Antonius

Der Wanderweg von der Schlucht der Elygia bis zur Höhle des Agios Antonius ist ein Erlebnis, das Sie nicht verpassen sollten! Der Ort ist zwar felsig, aber an einigen unerwarteten Stellen sprießen tiefgrüne Kiefern hervor, und darüber hinaus werden Sie auch verlassene, unangetastete Buchten mit smaragdgrünem Wasser entdecken. Nachdem Sie ungefähr eine halbe Stunde gewandert sind, sehen Sie die beeindruckende Öffnung der Höhle des Agios Antonius. Im Innenraum der Höhle befindet sich die kleine Kirche, sowie große, in das Stein gehauene, Brunnen mit erfrischendem Süßwasser. Die Aussicht von der Höhle zum Lybischen Meer ist atemberaubend.

Von hier aus können Sie Ihre Wanderung fortsetzen, in dem Sie zurück bis zur Verzweigung laufen und von dort aus den Weg nehmen, der zum Kloster Koudouma führt.

Ai Gianni

Ein 8 Kilometer langer Feldweg führt von Kapetaniana zur Siedlung von Ai Gianni, eine kurvenreiche Strecke mit einer wunderschönen Aussicht von oben auf das Meer, inmitten einer wilden, beeindruckenden Landschaft. Die kleine Siedlung, die auf der Halbinsel Pontas erbaut wurde, bietet nur wenig Infrastruktur (einen kleinen Supermarkt und 1-2 Tavernen) und einen Strand mit kleinen Steinchen und türkisblauem Wasser. Im Osten der Siedlung befindet sich der wohl beeindruckendste und einsamste Strand von Elygias. Das, was Sie sicher beeindrucken wird ist: während des ganzen Jahres über beträgt der Temperaturunterschied hier mit dem der des Dorfes Kapetaniana 7-8 Grad Celcius!

In Ai Gianni müssen Sie unbedingt das gleichnamige, uralte Kloster besuchen. Der kleine Halbhöhlentempel hat Wandbemalungen sowohl an den Innen – als auch an den Außenwänden, während sich die Mönchszellen weiter tiefer in kleineren Höhlen befinden.

Elygia

Die Elygia befindet sich im Osten der Siedlung Ai Gianni. Es ist ein großer, eindrucksvoller Strand mit kleinen, grauen Kieselsteinen und glasklarem Wasser. Der Strand befindet sich am Ende der gleichnamigen Schlucht, die Sie unbedingt erforschen sollten. Obwohl sich der Strand in der Nähe der Siedlung befinden, versammeln sich hier nur wenige Menschen, da man ihn nur zu Fuß über einen kurzen, klar erkennbaren Pfad erreicht.

Wenn Sie hierher zum Schwimmen kommen, sollten Sie auf jeden Fall Wasser und eine Kleinigkeit zu essen dabei haben, da an diesem Strand keine Erfrischungen angeboten werden. Falls Sie Lust auf einen Spaziergang haben und abenteuerlustig sind, dann gehen Sie den Weg entlang, der am östlichen Ende de Strandes beginnt und zur Höhle des Agios Antonius und weiter zum Kloster Koudouma führt.

Der Kofina

Die heilige Spitze des Kofinas definiert zweifellos die Landschaft des Gebietes von Asterousia. Mit einer Höhe von 1231 Metern ist es die höchste Spitze des südlichsten Gebirges von Europa. Auf dieser Spitze haben die Minoer beschlossen eine „heilige Spitze“ zu erbauen, ein heiliger Ort, der bis zu den Anfängen des 7. Jahrhunderts bestand und in der späthellenistischen Zeit wiederentdeckt wurde. Später, während des Christentums, hat die Religion ihren Platz wieder hier auf dem heiligen Berg, durch die kleine aus Stein gebaute Kirche des Timio Stavro, die sich auf der Spitze befindet, gefunden.  

Der Aufstieg auf den Kofina geht schnell (ungefähr20´) und führt über einen Pfad, der an manchen Stellen ziemlich steil ist, daher muss man hier gut aufpassen und feste Schuhe tragen. Aber die Aussicht von der Spitze auf das Kloster Koudouma und auf die Küsten von Asterousia wird Sie entschädigen, während die Vögel, die zum wichtigen Ökosystem der Region gehören, über Ihren Köpfen herumfliegen. Wenn Sie am 14. September hier sein sollten, dann verpassen Sie nicht das einzigartige Ritual, das auf der Spitze des Kofinas durchgeführt wird. Während der Feier des Timio Stavros steigt man, mit dem Segen der fruchtbaren, wilden Bäume des Berges und ihrer anschließenden Verteilung,  auf die Spitze um zu beten. Es handelt sich um eine seltene Sitte, eine wiederbelebende „Baumverehrung“ aus den antiken Jahren.

Das Kloster von Trion Ierarchon in Lousoudi

In Lousoudi, ungefähr in der Mitte der Strecke von Kapetaniana nach Kofina, befindet sich das verfallene Kloster von Trion Ierarchon, das von einem gelehrtern Mönch im 14. Jahrhundert erbaut wurde,  von Josef Filargis. Viele vergleichen das Kloster mit der „ersten griechischen Universität“, da es ein wichtiges Zentrum für Literatur und Bildung war. Filargis unterrichtete seinen Schülern griechische Philiosophie, die Patristen der Kirche, Mathematik und baute eine Schreibstube, in der er Kode, Manuskripte, Pergamente, patristische Texte und alte Schriftsteller, vor allem das Werk des Aristoteles,das zu jener Zeit in Europa unter Verfolgung stand, abschrieb. Eine recht kürzliche Ausgrabung brachte die Kirche aus Stein, die Ruinen der Zellen, den Altar, das Gästehaus, sowie die Schreibstube zum Vorschein. Heute werden die Handschriften von Filagris in den großen Bibliotheken von London, Wien, Paris und anderen aufbewahrt.

Tripiti

Der Strand von Tripiti befindet sich am Ende der gleichnamigen Schlucht, am Rand eines kleinen Tals. Sowohl der Strand, als auch die Schlucht wurden nach der Panagia von Tripiti benannt. Es ist eine kleine Kirche, die sich in einer Höhle, in der Wand der Schlucht, befindet.

Man kommt über einen Feldweg von Kapetaniana nach Tripiti, der die raue Landschaft von Asterousia durchquert und im Innern der Schlucht mündet.

Es ist ein großer Strand mit kleinen, grauen Steinen, glasklarem, türkisblauem Wasser und mit genügend Tamarisken, die den Badenden und Campern Schatten bieten. Wenn Sie sich zurückziehen möchten, dann finden Sie auf der Ostseite des Strandes mehr Ruhe, da der Strand besonders bei den Einheimischen beliebt ist.

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